Du verlässt dich auf deine private Haftpflicht.
Die private Haftpflicht ist eine gute Versicherung – für dein Privatleben. Sobald du für deine Tätigkeit Geld nimmst, ist sie raus: Fast alle Bedingungswerke schließen berufliche und gewerbliche Tätigkeiten aus. Und „beruflich“ beginnt nicht erst beim Vollzeitbetrieb mit Halle und Angestellten, sondern beim ersten Zwanziger für eine Einzelstunde.
Es gibt Ausnahmen: Einige Gesellschaften schließen nebenberufliche Tätigkeiten bis zu einer Einkommensgrenze mit ein – je nach Tarif in der Größenordnung von rund 22.000 € im Jahr. Das steht aber längst nicht in jedem Vertrag und ist an Bedingungen geknüpft. Prüfen statt hoffen.
Genauso oft hören wir: „Ich hab doch eine Hundehalterhaftpflicht.“ Die deckt deinen eigenen Hund. Nicht die fremden Hunde in deinem Kurs, nicht deine Beratung und nicht die Kundin, die über deine Trainingsausrüstung stolpert.
Aus der Praxis
Nebenberufliche Trainerin, zwei Gruppenstunden pro Woche. Ein Teilnehmerhund beißt beim Rangeln einen anderen – Tierarztkosten im vierstelligen Bereich. Die private Haftpflicht lehnt ab, weil die Stunde bezahlt war.
So machst du's richtig
Eine eigene Betriebs- bzw. Berufshaftpflicht für Hundetrainer*innen. Auch nebenberuflich. Auch bei „nur ein paar Stunden“.




